Eigenmietwert

Die Besteuerung eines fiktiven Einkommens, dem Eigenmietwert, sorgt seit langer Zeit  für politische Diskussionen. Ursprünglich als befristetes Notrecht erlassen,  belastet der Eigenmietwert viele Wohneigentümer stark.

In den vergangenen Jahrzehnten wurden in verschiedenen Anläufen versucht, eine Lösung zu finden und die Belastung für die Eigentümer zu reduzieren. Neben diversen politischen Vorstössen stimmte auch das Volk mehrfach über den Eigenmietwert ab.  In den letzten Jahren gab die Motion „Sicheres Wohnen. Einmaliges Wahlrecht beim Eigenmietwert“ des HEV-Präsidenten Nationalrat Hans Egloff zu reden. Nachdem der Nationalrat den Vorstoss und das vorgesehene einmalige Wahlrecht unterstützt hatte, lehnte der Ständerat die Motion zum Bedauern der Wohneigentümer Anfang 2017 ab.

Die beratende Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerats erkannte jedoch das dringende Bedürfnis und reichte ihrerseits die parlamentarische Initiative „Systemwechsel bei der Wohneigentumsbesteuerung“ ein, die einen generellen Systemwechsel fordert. Selbstgenutztes Wohneigentum am Hauptwohnsitz soll demnach zukünftig nicht mehr als Eigenmietwert versteuert werden müssen. Gleichzeitig sollen auch sämtliche bisher möglichen Abzugsmöglichkeiten entfallen. Die Initiative, die von der Kommission einstimmig beschlossen wurde, geht nun zur Beratung an die Schwesterkommission im Nationalrat. Erst nach einer Zustimmung muss ein konkreter Gesetzesvorschlag ausgearbeitet werden. Der HEV Schweiz unterstützt die Initiative und zeigt sich positiv, dass die übermässige Belastung der Wohneigentümer bald ein Ende findet.

 

 

Parlamentarische Initiative WAK-S

Systemwechsel bei der Wohneigentumsbesteuerung